Ozon, Laser und andere Hilfsmittel /zweiter Teil/

LANGSAM, ABER SICHER LÄUFT DIE ZEIT DER KLASSISCHEN ZAHNHEILKUNDE, DURCH DEN ANSTURM MODERNER APPARATE, NEUER TECHNIKEN UND NEUER ARBEITSPRINZIPIEN, AB / Autor Niki Ružević, Dr. med. dent. /

Laser (nach Engl. Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) bedeutet: Verstärkung von Licht durch die stimulierte Emission von Strahlen. Das ist die Bezeichnung für einen optischen Apparat, welcher ein kohärentes Photonenbündel emittiert. Ein Laserstrahl stellt einen gelenkten Strahl von Lichtenergie dar, welcher umgewandelt in Wärmeenergie einen effektiven und anderen Therapieeffekt sicherstellen kann. Im Unterschied zum Licht das von gewöhnlichen Quellen ausgestrahlt wird (wie z.B. Glühbirnen), ist das Laserlicht in der Regel fast Monochromatisch d.h. nur eine Wellenlänge (Farbe) und ist in einem dünnen Bündel ausgerichtet. Der Strahl ist kohärent, was bedeutet, dass die elektromagnetischen Wellen gleichphasig sind und sich in der gleichen Richtung ausbreiten. Der Laserstrahl kann kontinuierlich (immer gleiche spezifische Ausgangsleistung) oder pulsierend (sehr kurze Impulse) sein. Laser teilen sich ihrem Zweck gemäß in Laser für harte und weiche Gewebe ein. Ein Unterschied zwischen ihnen besteht nur in der Absorbierung des Lichts in unterschiedlichen Geweben. Vertreter der kontinuierlichen Strahlen sind Diodenlaser unterschiedlicher Wellenlänge, welche geringere Leistung haben und welche immer in einem kontinuierlichen Modus funktionieren, weil das Laser von durchschnittlicher Leistung sind. Diodenlaser werden nur bei weichem Gewebe und zur Desinfektion verwendet, aber nicht so tief wie Pulslaser. Beim Diodenlaser kann man nicht mit unterschiedlichen Pulslängen arbeiten, weil diese sich nicht ändern können, und daher kann keinesfalls eine große Spitzenleistung in Kilowatt (kW) erzielt werden. Bei einem Laser mit Pulslaserstrahl kann die Leistung, seine Länge, seine Arbeitsfrequenz, Energie… verändert werden. Wenn man die Pulslänge verändern kann, kann man die Funktion in diesem Sinn ändern: kurzer Puls – Ablation; langer Puls – Koagulation. Es gibt drei Hauptwellenlängen, die jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf die menschlichen Gewebe haben: Er: YAG; Nd: YAG und KTP Nd: YAG.

Der Er:YAG Laser – Infrarot, 2940 nm, hat die höchste Absorption im Gewebe aufgrund seiner hohen Affinität gegenüber Wasser und ist daher für eine präzise Gewebeablation, bzw. die Ablösung von kariösem Zahnteil hervorragend geeignet. Dabei zerstört er das gesunde Gewebe nicht im geringsten im Gegensatz zum herkömmlichen Bohrer. Die neuen Laser erlauben das Arbeiten am harten Gewebe und können alle Plomben außer Amalgamplomben, sowie Karies, ohne Erwärmung des umliegenden Gewebes, in unterschiedlichen Strukturen des Zahngewebes und in unterschiedlicher Tiefe entfernen. Die Vorgehensweise einer solchen Behandlung dauert etwas länger als eine Plombierung, an die wir gewöhnt sind, aber sie ist angenehm, da der Laser geräuschlos arbeitet und die Plomben nach der Laserreinigung bedeutend fester an der Zahnoberfläche haften. Neben Karies können mit dem Laser weit ernstere Zahnprobleme behandelt werden wie Gangräne der Wurzelkanäle oder Granulome, in welche man mit einem feinen dünnen Laserfortsatz eindringen kann, mit dem Bakterien durch den Kanal ohne Operation und Stiche ausgetrocknet werden. Der Er:YAG Laser dient ebenso zur Inzision und Exzision weicher Gewebe. Der Nd: YAG Laser – Infrarot, 1064 nm, zeigt die höchste homogene Absorption im Gewebe, was ihn zur idealen Laserquelle für die Chirurgie, Desinfektion und Behandlung tiefer liegender Gewebe macht. In der Laser-Zahnmedizin erreicht er durch seine homogene Absorption eine extrem präzise und feine Wirkung der Entfernung von Gewebe bei gleichzeitiger Sterilisation und Koagulation, während er auf der anderen Seite auch eine hervorragende Desinfektion bietet. Der Laser wird heute auch erfolgreich zur Behandlung von Parodontaltaschen eingesetzt, bzw. zur Durchführung einer sogenannten geschlossenen Kürettage, aber auch bei halb herausgewachsenen Weisheitszähnen, von denen die Schleimhaut ohne Anästhesie oder Schmerzen entfernt wird. Der KTP Nd: YAG Laser – Grün, 532 nm, hat eine hohe Affinität für Oxyhämoglobin und Melanin zur selektiven Photothermolyse. Er ist eine perfekte Wahl für die Behandlung von Oberflächen vaskulärer Läsionen, Venen und für eine Vielzahl von Pigmentflecken. Bei Lasern für harte Gewebe in der restaurierenden Zahnheilkunde haben wir einige Laserarten:

  • Laser zur Kariesdiagnose – der genauste und funktionellste von allen Apparaten ist der Diagnodent KaVo pen.
  • Laser zur Polymerisierung, Festigung von Kompositfüllungen. Ohne Konkurrenz bei weitem am zuverlässigsten ist der: EMS SWISS MASTER LIGHT.
  • Laser für harte und weiche Gewebe – die Konkurrenz am Markt ist groß, besonders in den letzten drei Jahren.

Auf alle Fälle ganz an der Spitze was die Qualität, Leistung, Geschwindigkeit und Effektivität, Design aber auch den Preis angeht, nach vielen Meinungen momentan auch der beste Laser der Welt für alle Zwecke ist der: Fotona Light Walker Laser AT für weiche und harte Gewebe.

Vorteile der Anwendung eines Lasers:

  • Wesentlich kürzere Arbeitszeit nötig und wesentlich weniger invasive Methode im Vergleich mit konventionellen Techniken. Der Vorgang selbst ist wesentlich schneller und einfacher.
  • Die Notwendigkeit eines Anästhetikums ist wesentlich verringert, und in vielen Fällen (Behandlungen) ist ein Anästhetikum (Anästhesie) überhaupt nicht nötig.
  • Minimaler Schmerz während und direkt nach dem Eingriff neben verringertem postoperativem Ödem und minimaler Gewebsschädigung.
  • Weniger Belastung für den Patienten, den Zahnarzt und die Mitarbeiter, schnellere postoperative Erholung ohne die Gefahr einer Infektion, weil der Hochenergiestrahl Bakterien vernichtet und den Heilungsbereich sterilisiert.
  • Der Laser reduziert die postoperative Empfindlichkeit, weil er die Nervenenden desensibilisiert, die Anzahl und Virulenz der Bakterien reduziert.
  • Eine Laserbehandlung erfordert eine kleinere Anzahl an Besuchen neben verkürzten Eingriffen bei den meisten Anwendungen.
  • Durch Lasertechnologie werden, dank der positiven hämostatischen Wirkung, Blutungen wesentlich verringert, denn Lichtstrahlen hoher Energie helfen zur schnelleren Gerinnung, und daher ist die Heilung mit diesem Laser bei einzelnen Indikationen, sowie bei Patienten mit dem Problem einer Koagulationsstörung günstig.
  • Nicht weniger wichtig, es gibt keinen unangenehmen Bohrerton und keine unangenehmen Vibrationen im Kopf, daher viel leiser und angenehmer für den Patienten.
  • Die Laserstrahlen beschädigen nicht das gesunde Gewebe (weder weiches noch hartes), natürlich unter der Bedingung der richtigen Handhabung und der richtigen Wahl der Energie selbst.
  • Nach einer Laserintervention gibt es keine Narben am weichen Gewebe, weil es sich um einen völlig sterilen Schnitt handelt.
  • Versiegelung der Lymphverzweigungen, was eine deutlich schnellere Genesung und Revitalisierung des Gewebes garantiert.

Laseranwendung:

Es gibt fast keine klinische Disziplin in der Zahnheilkunde, wo der Laser nicht erfolgreich angewendet werden kann, wobei er die klassische Methode vollständig ersetzt! Schneller, einfacher und effektiver als der klassische Zugang zur Zahnheilkunde.

  • Biostimulation bei unterschiedlichen Paresen und Paralysen des Gesichtsgewebes, Schmerzlinderung und Schwellungsminderung nach dem Zahnziehen, bei Entzündungen des Gesichtsnervs und des Trigeminus, aber auch nach Schlägen und Schwellungen, welche durch Verkehrsunfälle und andere Unfälle hervorgerufen wurden.
  • Das Bleichen der Zähne mit der TouchWhite ™ Laser-Assisted.-Methode, welche die Tatsache ausnützt, dass der Er:YAG Laser eine Wellenlänge des Absorptionspeaks im Wasser hat.
  • Verlängerung der klinischen Zahnkrone – unwahrscheinlich wichtig für den Ästhetischen Eindruck jeder Prothetikarbeit, besonders in der Frontalansicht.
  • “Öffnung des Implantats“- Entfernung der Fixierschraube, Anbringung des Transfers und des Abdrucklöffels, sowie Anbringung des Einheilpfostens – alles in einer Phase als Indikator für maximale Effizienz und Zeitgewinnung im Unterschied zur klassischen Methode des Skalpellschnittes, des Einsetzens des Einheilpfostens und Wartens auf die Heilung!